Unsere Monatsfrage

Wem gebührt eigentlich das Lob des Schreibstils?

Wir haben uns schon seit Längerem gefragt, wem eigentlich das Lob oder die Kritik bei dem Schreibstil, vorrangig fremdsprachige Bücher, gebührt. Dem Autor oder aber dem Übersetzer?
Ihr kennt das bestimmt, ihr lest ein Buch und seid einfach hin und weg, der Autor hat euch in seine sagenhafte und absolut tolle Welt mitgenommen und nun müsst ihr erstmal schwerlich verkraften, dass das Buch zu Ende ist. Oder aber ihr seid heil froh, dass das grausig geschriebene Buch endlich sein Ende gefunden hat, weil ihr den Schreibstil keine Seite länger ertragen hättet. Vielleicht habt ihr das Buch deswegen sogar abgebrochen.

Und dann… beim Rezensieren schreibt ihr über den tollen Schreibstil des Autors, bis euch auffällt… moment das Buch wurde in unser Sprache übersetzt, der Autor hat eine ganz andere Muttersprache als man selbst. Nichts desto trotz wird der Schreibstil hochgelobt, schließlich hat der Autor das Buch ja geschrieben, wenn auch in einer anderen Sprache. Aber was ist mit dem Übersetzer? Gebührt ihm nicht eigentlich auch Anerkennung?

Genau diese Frage haben wir uns in letzter Zeit sehr häufig gestellt. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass beide Seiten dazu beitragen, dass ein Buch einfach perfekt wird. Natürlich, der Autor, der erst mal die Grundidee liefert und sie dann in seiner Sprache schreibt. Aber auch der Übersetzer, denn ohne ihn wäre es nicht möglich, dass wir die Bücher auf Deutsch lesen. Wenn der Übersetzer jetzt allerdings weniger geeignet für das Buch ist, kann es auch mal schnell passieren, dass das Buch einen ganz anderen Eindruck vermittelt, als in der Originalsprache.
Unserer Meinung nach ist es wichtig, dass Übersetzer und Autor gemeinsam harmonieren. Hin und wieder wird es schwierig Witze oder Wortbräuch zu übersetzt, jedoch kann es einem guten Übersetzer dennoch gelingen.

Ich (Franzi) liebe es Bücher in Englisch zu lesen, weil ich der Meinung bin, dass die englische Ausdrucksweise Büchern nochmals ihren ganz eigenen Charme geben können. Das heißt nicht, dass ich nicht von unseren Übersetzern nicht überzeugt wäre, allerdings ist es einfach etwas anderes. Wenn ich dann jedoch auf ein Buch treffe, das von einer deutschen Autorin oder einem deutschen Autor ist, macht es mir fast noch ein Stück mehr Spaß es zu lesen, weil ich das Gefühl habe, dass das hier genau die Worte sind, die der Autor verwenden wollte und es geht absolut nichts beim Übersetzen verloren ;).

Habt ihr euch darüber schon ein mal Gedanken gemacht? Und was ist eure Meinung zu diesem Thema?

 

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Ein Kommentar zu „Wem gebührt eigentlich das Lob des Schreibstils?

  1. Ich habe vor einer Weile mal ein Buch gelesen – ich kann mich nicht daran erinnern, welches – und ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass es eine Übersetzung war und dachte mir an manchen Stellen „Mein Gott, ist das umständlich formuliert, was sollte das wohl ursprünglich mal heißen?!“ Tja, es hat sich herausgestellt, dass es überhaupt keine Übersetzung war. Upps. :-/
    Ich finde auch, dass englische Bücher sich ganz anders lesen als übersetzte. Ich habe mal den 6.? Teil der „Chroniken der Unterwelt“ auf englisch gelesen und dann später noch mal auf deutsch. Ich muss sagen, ich war enttäuscht, an manchen Stellen habe ich einfach gewisse Witze vermisst, die man so eben gar nicht ins Deutsche übersetzen kann.
    Puhh, das war ja ein halber Roman…

    LG Johanna

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