4 Blätter · Young Adult

Rezension – Morgen lieb ich dich für immer

Morgen lieb ich dich für immer

Morgen lieb ich dich für immer

 

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Originaltitel: The Problem with forever
Seitenzahl: 541
Verlag: cbt
Genre: Young Adult
Preis: 12,99€

 

Erster Satz

„Der Stapel, mit den staubigen leeren Schuhkartons war höher und breiter als ihr schmaler Körper, und er schwankte, als sie den Rücken dagegenpresste, die knochigen Knie bis zur Brust hochgezogen.“

Inhalt
Mallory wurde die letzten vier Jahre zu Hause unterrichtet. Jetzt steht ihr erster Schultag kurz bevor. In die Highschool zu gehen ist ein großer Schritt für sie. Doch ihr erster Tag verläuft alles andere als geplant, denn sie trifft auf Rider. Rider, der Junge, den sie seit ihrer Kindheit kennt, der immer für sie da gewesen ist und sie beschützt hat. Mallory hätte sich niemals im Leben erträumen lassen ihn jemals wieder zu sehen. Doch er ist nicht mehr der Rider, den sie kannte. Mittlerweile hat er eine Freundin und ganze vier Jahre seines Lebens ohne sie verbracht. Dennoch ist das Band der Vertrautheit und ihre Freundschaft ist noch genauso stark wie einst an jenem letzten Tag, an dem sie sich gesehen haben. Riders Leben verlief anders als Mallorys, doch sie kämpft und wagt alles für ihn.

Schreib-Stil
Wie immer lässt sich der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout flüssig und leicht lesen. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mir die Szenen so bildlich und lebhaft vorstellen, dass ich selbst manchmal das Gefühl hatte, ich würde das was Mallory fühlt, selbst fühlen.

Charaktere
Mallory: Mallory ist 17 und ein sehr schüchternes Mädchen. Das Reden fällt ihr verdammt schwer, genauso wie auf andere Menschen zuzugehen. Auf Fremde wirkt sie sehr verschlossen und manch einer denkt vielleicht, sie sei stumm. Doch wenn sie sich erst einmal einer Person geöffnet hat und diese besser kennt, ist sie ein fröhliches, kluges und vor allem liebevolles Mädchen. Ihre Kindheit war keinesfalls eine Kindheit, die man sich wünscht.
An manchen Stellen aber dachte ich mir wirklich, ob sie denn überhaupt gar keine Augen im Kopf hätte. Gewisse Situationen, die offensichtlicher nicht hätten sein können, hat sie einfach nicht durchschaut. Aber davon mal abgesehen, ist sie ein wirklich sehr sympathischer und liebevoller Charakter. Besonders ihre Wandlung hat mir sehr gut gefallen. Am Anfang des Buches fiel es ihr so schwer, überhaupt einmal ein Wort herauszubekommen, aber gegen Ende hin war das gar kein Problem mehr für sie. Man konnte mitverfolgen, wie sie gewachsen, gereift und um einiges selbstsicher geworden ist. Eine wirklich tolle Entwicklung!

Jayden: Gerade mal 15 und eine Labertasche hoch 10! Aber er war mir sofort sympathisch! Jayden ist quirlig und witzig und hat sein Herz am rechten Fleck. Vor allem er hat Mallory durch seine offene, liebenswürdige und nette Art sehr geholfen.

Cover und Titel
Das Cover gefällt mir persönlich ganz gut. Es zeigt ein zerschlissenes Foto von einem Mädchen, das mit der Stirn an dem Kinn eines Jungen lehnt. Das Lila in dem der Titel geschrieben ist, hebt sich toll davon ab.
In dem Titel „Morgen lieb ich dich für immer“ sind vor allem die Worte „für immer“ sehr zentral und bedeutend. Gerade auf den letzten Seiten wird ihre Bedeutung nochmal toll und wunderschön hervorgehoben.

Fazit
Jennifer L. Armentrout  hat eine wirklich tolle Geschichte geschaffen. Es geht nicht nur um die erste große Highschool Liebe, sondern auch darum, sich selbst zu akzeptieren, über sich hinauszuwachsen, sich Situationen zu stellen vor denen man Angst hat, für das zu kämpfen was man möchte und immer seinen Träumen zu folgen. Sie zeigt, dass selbst kleine Schritte in einem Leben, die für einen Außenstehenden unbedeutsam sein möchten, für einen selbst die Welt bedeuten können. Dass man, selbst wenn man Rückschläge erleidet, nicht aufgeben und trotzdem weiter machen soll. Wie wichtig es ist, sich auch über kleine Dinge und Erfolge im Leben zu freuen. Und vor allem, dass für immer mehr als diese Worte sind. Das Leben ist ein stetiger Wandel, mancher gut, mancher schlecht. Armentrout zeigt, dass etwas Schlechtes nicht für immer ist, dass eine Angst nicht für immer ist, dass eigentlich nichts im Leben für immer ist. Dass sich alles in nur einem einzigen kurzen Augenblick verändern kann – zum Guten als auch zum Schlechten. Wie sie in ihren letzten Sätzen sagt ist „für immer“ ein Prozess. Und ein Prozess bedeutet steter Wandel. Dennoch gibt es gewisse Bereiche im Leben, von denen man weiß, dass sie für immer sind. Die Familie wird für immer sein, vielleicht nicht physisch, aber trotzdem anwesend in unseren Herzen.

Es war wirklich toll die Geschichte von Mallory und Rider zu lesen und sie hat mein Herz auf ganz eigene Art und Weise berührt. Vor allem der Wandel von Mallory hat mich sehr beeindruckt.

Lieblingszitat

„[…]dass ich mich in seiner Gegenwart nicht verstellen musste, dass ich nicht perfekt sein musste, oder mir Sorgen machen, was er über mich dachte […]“

– Mallory, S. 453

„Echt sein kann wehtun. Geliebt werden kann wehtun. Aber … darum geht es nun mal im Leben, anders wäre es gar nicht möglich.“

– Rider, S. 526

Würden wir dort gerne leben?
Da der Roman in keiner fiktiven Welt spielt, sondern in unserem Zeitalter, leben wir „dort“ ja schon. Wenn auch auf einem anderen Kontinent. Aber in den USA würde ich nach wie vor nicht leben wollen.

 


Quelle Zitate – Autorin: Jennifer L. Armentrout. Titel: Morgen lieb ich dich für immer. Verlag: cbt

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Ein Kommentar zu „Rezension – Morgen lieb ich dich für immer

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