4 Blätter · Liebesromane · Young Adult

Rezension – Nächstes Jahr am selben Tag

Nächstes Jahr am selben Tag

Nächstes Jahr am selben Tag


Autorin:
Colleen Hoover
Originaltitel: November 9
Seitenzahl: 373
Verlag: dtv
Genre: Young Adult
Preis: 12,95€

 

Erster Satz

„Was es wohl für ein Geräusch machen würde, wenn ich ihm jetzt einfach mein Glas an den Kopf werfe?“

Inhalt
Fallon hatte eine großartige Schauspielkarriere vor sich – bis ein tragischer Unfall geschah. Seitdem befindet sie sich mit ihrem Dad, einem berühmten Schauspieler, auf Kriegsfuß. Trotzdem gibt sie ihren Traum vom Schauspielen nicht auf und möchte nach New York ziehen. An ihrem letzten Tag trifft sie auf Ben. Er steht ihr gegen ihren Vater bei und sie verbringen die bleibende Zeit, bis zu Fallons Abflug gemeinsam. Bevor sie sich für immer verabschieden, beschließen sie, sich die nächsten fünf Jahre immer am selben Tag, dem 9. November, im gleichen Diner zu treffen, um zu sehen, was aus ihnen beiden wird. Die folgenden fünf Jahre sind turbulent und bestehen aus Höhen und Tiefen.

Schreib-Stil
Das Buch wurde mit sehr viel Gefühl geschrieben und ich hatte sofort einen Draht zu Ben und Fallon. WIe immer ist Colleen Hoovers Schreibstil leicht und flüssig zu lesen.

Charaktere
Fallon: Fallon ist 18 und seit einem Unfall gezeichnet. Dieser Unfall hat an ihrem Selbstbewusstsein genagt, sie versucht möglichst wenig aufzufallen und sich größten Teils zu verstecken. Fallon ist mir sehr sympathisch und dass sie mit 18 alleine nach New York zieht, um dort als Schauspielerin Fuß zu fassen, finde ich bemerkenswert.

Ben:
Ben ist ebenfalls 18 und Schriftseller. Oder besser gesagt, er befindet sich im Studium und möchte Schriftsteller werden. Ben hat einen aufmunternden und fröhlichen Charakter. Er bestärkt die Menschen in ihrem Tun und unterstützt sie dabei.

Cover und Titel
Ein Traum in Rosa, das passt wohl am besten zu dem Cover. Das soll auf gar keinen Fall irgendwie negativ sein, denn mir gefällt das Cover. Tja, und der Titel könnte wohl nicht passender sein. Wobei auch der englische Titel, „November 9“, seinen Reiz hat.

Fazit
Kennt ihr das, wenn ihr euch aus einem bestimmten Grund, sei es ein Handycap oder etwas anderes, in eurer eigenen Freiheit selbst einschränkt? Ihr euch weniger traut, immerzu versteckt und euch unscheinbar macht? Ganz so ging es auch Fallon nach ihrem Unfall, doch Ben hat ihr geholfen, ihr altes Selbstbewusstsein wiederzuerlangen. Im Grunde zeigt dieses Buch, dass andere Menschen einen so sehen, wie man sich selbst sieht. Tritt man mit Stolz und Selbstsicherheit auf, sehen das die Menschen, genauso aber sehen sie es, wenn man sich unsicher bewegt. Ich finde es erstaunlich, wie viel Macht wir selbst, anderen Menschen über uns geben – und das höchst wahrscheinlich unbewusst. Natürlich kann man jetzt Tiraden schwingen, wie „akzeptiert euch selbst wie ihr seid…“, die alte Leier, die wohl jeder kennt. Aber ich finde hinter diesen Worten steckt wirklich einiges an Wahrheit. Und in erster Linie ist es am Wichtigsten, dass man sich selbst so mag, wie man ist und wenn man mit sich selbst zufrieden ist, merken das andere Menschen ebenfalls und sehen einen in anderem Licht. Aber sich selbst zu akzeptieren ist manchmal schwerer als gedacht. Und ich finde, Ben hat in diesem Punkt ganze Arbeit bei Fallon geleistet. Aber auch Fallons Mut, alleine in eine Stadt zu ziehen, finde ich wirklich toll. Tja, auch die Abmachung zwischen den beiden hatte ihren Reiz – obwohl schon am ersten neunten November klar war, dass die zwei eigentlich wie füreinander geschaffen sind. Doch das wäre natürlich „instalove“ gewesen. Dennoch finde ich es bemerkenswert, wie viel Fallon und Ben füreinander bedeuten und was sie die ganzen fünf Jahre auf sich genommen haben. Aber manchmal denke ich mir, dass es doch besser ist, wenn man auf sein eigenes Herz hört, anstatt auf gut gemeinte Ratschläge von Personen aus dem näheren Umfeld. Denn sein Leben lebt man selbst, nicht die andere Person – man muss die Konsequenzen selbst tragen, dennoch kann man durch Ausprobieren auch eine ganze Menge lernen. Und Erfahrungen prägen.
Letztendlich, auch wenn es nur Geschichten sind, kann man, finde ich, aus Büchern doch einiges mitnehmen und vielleicht sogar das ein oder andere lernen.
Und „Nächstes Jahr am selben Tag“ hat mir wirklich gut gefallen, wie jedes Buch von Colleen Hoover. Eine gelungen Lektüre, die man wirklich gerne liest.

Würden wir dort gerne leben?
Irgendwie spielen gerade alle Bücher in den USA. Zufall? 😀 Naja, ich für meinen Teil würde die USA für einen Urlaub mal besuchen, aber für mehr reicht es leider nicht.

 

 

Quelle Zitate – Autorin: Colleen Hoover. Titel: Nächstes Jahr am selben Tag. Verlag: dtv

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