3 Blätter · Fantasy

Rezension – Der Schwarze Thron

Band 1: Der Schwarze Thron

Der Schwarze Thron


Autorin:
Kendare Blake
Originaltitel: Three Dark Crowns
Seitenzahl: 448
Verlag: penhaligon
Genre: Fantasy
Preis: 12,99€

 

Erster Satz

„Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt.“

Inhalt
Vom Festland abgeschottet, ist die Insel Fennbirn ganz anders und alles andere als normal. Auf der Insel herrscht eine Königin und diese Königin hat Drillinge zur Welt gebracht. Eine der Töchter, Mirabella, Katherine oder Arsinoe, wird die zukünftige Königin sein. Jede von ihnen hat das gleiche Anrecht auf den Thron. Zudem besitzt jede eine eigene, besondere Gabe. Diejenige der drei Schwestern, welche ihre Gabe am besten beherrscht, wird die Auserwählte sein. Aber sie wird nur dann Königin, wenn sie ihre beiden Schwestern umbringt. Normalerweise leben die Schwestern bis zu ihrem sechsten Lebensjahr zusammen und werden anschließend getrennt, in unterschiedlichen Häusern aufgezogen. Ist es soweit, verlieren sie auch all ihre Erinnerungen an die anderen Schwestern. Doch in dieser Generation ist es anders. Auch scheint es, als wäre die Gabe von zwei Schwestern so gut wie nicht ausgereift. Wird die dritte Schwester ein leichtes Spiel haben?
Sobald die Königinnen 16 Jahre alt werden, beginnt der Kampf um Leben und Tod und natürlich hofft jedes Haus, dass ihre Königin gewinnen wird.

Schreib-Stil
Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Keine Frage, man kann ihn gut lesen, aber manchmal fand ich die Dialoge zwischen den Figuren ein wenig plump, manchmal überflüssig und stellenweise kamen für mich keinerlei Gefühle rüber.

Charaktere
Mirabella: Mirabella ist eine Elementwandlerin. Sie kann die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde beherrschen. Natürlich wird sie von ihrem Volk als Königin favorisiert. Sie scheint ein gutes Herz zu haben und ich glaube in manchen Punkten wird sie sehr unterschätzt.

Katharine:  Katharine ist eine Giftmischerin. Giftmischer durchtränken ihre eigenen Speisen mit Gift und essen diese dann. Sie sind gegen jegliche Gifte immun und nehmen diese täglich zu sich. Ich finde, dass Katharine in keiner besonders herzlichen Umgebung aufgewachsen ist und man ihr das auch angemerkt hat. Sie wirkt eingeschüchtert und versucht immer möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, doch im Laufe des Buches ändert sich dies.

Arsinoe: Arsinoe ist eine Naturbegabte. Naturbegabte haben meist eine Familiaris, ein Tier, das sie gerufen haben und das ein Teil ihrer selbst wird. Sie können Früchte und Gemüse heranzüchten, sind natürlich begabte Jäger und lieben die Natur. Arsinoe ist in einer sehr herzlichen Umgebung aufgewachsen und die Familie, die sie aufgenommen hat und für ihre Ausbildung zuständig ist, hat sie sehr ins Herz geschlossen.

Cover und Titel
Das Cover ist schlicht weiß, mit einer bronzenen Krone, auf dieser sind zwei Bären und eine Schlange abgebildet. Die Krone ist von schwarzen Rauchschlieren umgeben, aus denen Raben und Pferde aufsteigen. Das Cover gefällt mir sehr gut, ich finde es wirkt ein wenig düster und passt damit sehr gut zu dem Buch.
Bei dem Titel würde ich vermuten, dass „Der Schwarze Thron“ deswegen so heißt, weil das Kennzeichen der Drillinge ihre schwarzen Haare sind. Zudem finde ich, wenn man seine Schwestern umbringen muss, um einen Thron zu bekommen, kann dieser definitiv nicht weiß sein – denn mit Mord und Tod verbindet man doch schon eher die Farbe Schwarz.

Fazit
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings konnte es meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Marissa Meyers Lesestimme zu diesem Buch beschreibt ein „So brutal wie genial[es] – süchtig machend[es] und absolut gruseli[es] [Buch]“. Brutal fand ich das Buch an vielen Stellen, süchtig machend, gruselig oder genial hingegen allerdings weniger.
Leider bin ich mit keinem der Protagonisten so richtig warm geworden. Man springt  in den Kapiteln zwischen den jeweiligen Königinnen und deren Häusern immer wieder hin und her, so dass man einen Einblick in alle drei Leben der Königinnen bekommt. Man durchlebt ihren 16. Geburtsag und die Zeit zwischen dem Beltanefest und der Erwachsenenzeremonie, nach welcher das „fröhliche“ Morden dann beginnt. Allerdings fiel es mir durch den Schreibstil sehr schwer, eine Bindung zu dem Buch aufzubauen. Wie bereits oben geschrieben, fand ich einige Dialoge plump und stellenweise überflüssig. Manchmal kam es mir so vor, als ob Gedankengänge der Figuren vorausgesetzt wurden, ohne dass der Leser diese auch wirklich gelesen hat, es wurde einfach davon ausgegangen, dass er sie kennen würde. Was ich ein wenig schade fand. Ich muss auch gestehen, dass mir das Leben zweier Nebenchraktere mehr Nerven geraubt hat, als die Leben der Königinnen, um welche es ja eigentlich ging.
Dennoch finde ich, dass die Autorin eine tolle und vor allem geheimnisvolle Welt erschaffen hat. Die Bräuche, Riten und besonders das Leben auf Fennbrinn sind so anders als auf dem Festland. Auch wenn ich nicht so viel Begeisterung für das Buch aufbringen kann, werde ich trotzdem den zweiten Teil lesen, da ich unbedingt wissen möchte, welche der drei Schwestern Königin wird und wie sich bestimmte Ereignisse noch entwickeln werden.

Würden wir dort gerne leben?
Fennbirn ist ein Ort mit seinen eigenen Regeln und Bräuchen und meiner Meinung nach manchmal ein wenig brutal. Deswegen würde ich dort nicht besonders gerne leben wollen.

 


Quelle Zitate – Autorin: Kendare Blake. Titel: Der Schwarze Thron. Verlag: penhaligon.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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